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Lexikon

Studium-Lexikon: Fachbegriffe verständlich erklärt

Kurze Erklärungen zu den Wörtern, die in Studienberatung, Bewerbung und Hochschulstatistik ständig vorkommen.

Aufgeschlagenes Nachschlagewerk mit Notizbuch und Bleistift
Foto: Katerina Holmes / Pexels

Hochschulen sprechen ihre eigene Sprache: Immatrikulation, Fachsemester, Modul, Regelstudienzeit, Numerus clausus. Dieses Lexikon übersetzt die wichtigsten Begriffe in einfaches Deutsch und verweist auf passende Fächer und Ratgeber. Jeder Eintrag ist kurz gehalten und beantwortet zuerst, was das Wort bedeutet und wann es für Sie wichtig wird.

A

  • AkkreditierungDie Akkreditierung ist ein Qualitätsverfahren, mit dem geprüft wird, ob ein Studiengang fachliche und formale Mindeststandards erfüllt.
  • AbiturDas Abitur ist die allgemeine Hochschulreife und die häufigste Zugangsvoraussetzung für ein Studium an einer Universität in Deutschland.
  • Akademisches JahrDas akademische Jahr umfasst an Hochschulen das Wintersemester und das Sommersemester und bildet den Rhythmus für Lehre und Verwaltung.
  • AuswahlverfahrenEin Auswahlverfahren entscheidet über die Vergabe von Studienplätzen, etwa mit Gesprächen, Tests, Motivationsschreiben oder Noten.
  • Akademischer GradDer akademische Grad ist die offizielle Bezeichnung eines Studienabschlusses, etwa Bachelor, Master oder Diplom, und zeigt das Qualifikationsniveau.
  • Anerkennung von LeistungenDie Anerkennung von Leistungen überträgt bereits erbrachte Module aus einem anderen Studium oder Ausland in den aktuellen Studiengang.
  • AuslandssemesterEin Auslandssemester ist ein Studienabschnitt an einer ausländischen Hochschule, dessen Leistungen bei entsprechender Vereinbarung anerkannt werden.

B

  • BachelorDer Bachelor ist der erste akademische Abschluss eines Studiums und bildet die Grundlage für ein weiterführendes Masterstudium.
  • BeurlaubungDie Beurlaubung unterbricht das Studium für eine festgelegte Zeit, etwa wegen Krankheit, Elternzeit oder Auslandsaufenthalt.
  • BewerbungsfristDie Bewerbungsfrist ist der Stichtag, bis zu dem Unterlagen für einen Studiengang vollständig eingereicht sein müssen.
  • BachelorarbeitDie Bachelorarbeit ist die schriftliche Abschlussarbeit am Ende des Bachelorstudiums, in der eine Fragestellung selbstständig bearbeitet wird.

C

  • CampusDer Campus ist das Gelände einer Hochschule mit Gebäuden, Bibliotheken, Mensen und Freiflächen, auf dem Studium und Leben zusammenkommen.

D

  • DiplomDas Diplom ist ein traditioneller akademischer Abschluss, der in Deutschland überwiegend vor der Einführung von Bachelor und Master verliehen wurde.
  • DekanatDas Dekanat ist die Leitung einer Fakultät und zuständig für Organisation, Studienangelegenheiten und Entscheidungen innerhalb des Fachbereichs.

E

  • ECTS-PunkteECTS-Punkte messen den Arbeitsaufwand eines Moduls und machen Studienleistungen zwischen Hochschulen und Ländern vergleichbar.
  • ExmatrikulationDie Exmatrikulation beendet die Studierendeneigenschaft an einer Hochschule, etwa nach Abschluss, Studienabbruch oder Studiengangwechsel.
  • EignungsfeststellungDie Eignungsfeststellung prüft, ob Bewerbende die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für einen Studiengang mitbringen.

F

  • FachsemesterDas Fachsemester zählt, in welchem Semester eines Studiengangs man sich aktuell befindet, und ist für Fristen und Förderung relevant.
  • FachhochschuleDie Fachhochschule ist eine Hochschulart mit einem stärkeren Praxisbezug, die anwendungsorientierte Studiengänge anbietet.
  • FakultätDie Fakultät ist eine organisatorische Einheit der Universität, in der verwandte Fächer zusammengefasst und Studiengänge verwaltet werden.
  • FachbereichDer Fachbereich ist die organisatorische Einheit einer Hochschule, die Studiengänge eines Faches bündelt, vor allem an Fachhochschulen.

H

  • HochschulzugangsberechtigungDie Hochschulzugangsberechtigung ist der Nachweis, dass man ein Studium an einer Hochschule beginnen darf, etwa durch das Abitur.
  • HochschulwechselBeim Hochschulwechsel verlässt man eine Hochschule und setzt das Studium an einer anderen fort, wobei bisherige Leistungen geprüft werden.
  • HochschulzulassungDie Hochschulzulassung ist die Entscheidung, dass eine Bewerbung für einen Studienplatz angenommen wird, und geht der Immatrikulation voraus.
  • HabilitationDie Habilitation ist eine Qualifikationsschrift nach der Promotion, die vor allem für eine Professur an Universitäten gefordert wird.

I

  • ImmatrikulationDie Immatrikulation ist die offizielle Einschreibung an einer Hochschule und begründet den Status als Studierende oder Studierender.

L

  • LeistungspunktEin Leistungspunkt ist eine Maßeinheit für den Arbeitsaufwand eines Moduls oder einer Lehrveranstaltung und Grundlage des Studienumfangs.
  • Learning AgreementDas Learning Agreement ist eine Vereinbarung vor einem Auslandsaufenthalt, in der festgelegt wird, welche Module im Ausland belegt und angerechnet werden.

M

  • ModulhandbuchDas Modulhandbuch beschreibt alle Module eines Studiengangs mit Inhalten, Lernzielen, Leistungspunkten und Prüfungsformen.
  • MasterDer Master ist ein weiterführender akademischer Abschluss, der auf einem Bachelor aufbaut und oft eine Spezialisierung oder Forschung umfasst.
  • ModulEin Modul ist eine abgeschlossene Lerneinheit eines Studiengangs mit festen Inhalten, Lernzielen, Leistungspunkten und Prüfung.
  • MotivationsschreibenDas Motivationsschreiben erklärt in einer Bewerbung, warum man ein bestimmtes Fach studieren möchte und was man dafür mitbringt.
  • MasterarbeitDie Masterarbeit ist die umfangreichere Abschlussarbeit des Masterstudiums und zeigt die Fähigkeit zu vertiefter, selbstständiger Forschung.

N

  • Numerus claususDer Numerus clausus ist eine Zulassungsbeschränkung, bei der Studienplätze nach Notendurchschnitt und Wartezeit vergeben werden.
  • NotenspiegelDer Notenspiegel ist eine Übersicht über alle Prüfungsergebnisse eines Studierenden und dient als Nachweis des bisherigen Studienverlaufs.

P

  • PrüfungsordnungDie Prüfungsordnung regelt Form, Anmeldung, Bewertung und Wiederholung von Prüfungen in einem Studiengang.
  • PrüfungsleistungEine Prüfungsleistung ist eine benotete Leistung wie eine Klausur oder Hausarbeit, die zum Bestehen eines Moduls beiträgt.
  • PraktikumEin Praktikum ist eine zeitlich begrenzte Tätigkeit in einem Betrieb oder einer Einrichtung, die oft Teil des Studienplans ist.
  • PflichtmodulEin Pflichtmodul muss im Studiengang belegt und bestanden werden, es gibt dazu keine Wahlmöglichkeit.
  • PromotionDie Promotion ist die Doktorarbeit nach einem Masterabschluss, mit der man eigenständige Forschung nachweist und den Doktorgrad erwirbt.
  • PrüfungsausschussDer Prüfungsausschuss entscheidet über Anerkennungen, Widersprüche und grundsätzliche Fragen zur Prüfungsordnung eines Studiengangs.

R

  • RegelstudienzeitDie Regelstudienzeit ist die in der Studienordnung vorgesehene Dauer, in der ein Studiengang bei regulärem Verlauf abgeschlossen werden kann.

S

  • StudienordnungDie Studienordnung legt Aufbau, Dauer, Pflichtveranstaltungen und Ziele eines Studiengangs verbindlich fest.
  • StaatsexamenDas Staatsexamen ist eine staatliche Abschlussprüfung, die für Berufe wie Lehramt, Medizin oder Rechtswissenschaft vorgeschrieben ist.
  • StudienberatungDie Studienberatung der Hochschule hilft bei der Wahl des Studiengangs, bei Problemen im Studium und bei Fragen zu Zulassung und Ablauf.
  • StudienfachberatungDie Studienfachberatung klärt Fragen zu Inhalten, Modulen und Studienverlauf innerhalb eines bestimmten Studiengangs.
  • StudiengangwechselBeim Studiengangwechsel wechselt man innerhalb derselben Hochschule das Fach, meist mit Anrechnung bereits erbrachter Leistungen.
  • StudienabbruchEin Studienabbruch bedeutet, das Studium ohne Abschluss zu beenden, und ist an vielen Hochschulen mit einer Beratung verbunden.
  • StudienabschlussDer Studienabschluss ist das erfolgreiche Ende eines Studiengangs, meist mit Abschlussarbeit, Prüfungen und einer Abschlussurkunde.
  • StudienleistungEine Studienleistung ist ein Nachweis während des Semesters, etwa eine Übung oder Hausaufgabe, der Voraussetzung für eine Prüfung sein kann.
  • SeminarDas Seminar ist eine Lehrveranstaltung mit aktiver Beteiligung der Studierenden, etwa durch Referate und Diskussionen.
  • StudienplanDer Studienplan ordnet Module und Veranstaltungen den Semestern zu und zeigt den empfohlenen Verlauf eines Studiengangs.
  • SommersemesterDas Sommersemester beginnt im Frühjahr und ist an vielen Hochschulen ein zweites Einstiegssemester mit eigenem Lehrangebot.
  • SemesterticketDas Semesterticket ist ein über den Semesterbeitrag finanziertes Nahverkehrsticket, das Studierenden meist vergünstigt Mobilität ermöglicht.
  • SemesterbeitragDer Semesterbeitrag ist die Gebühr, die Studierende vor jedem Semester zahlen, oft inklusive Ticket und Studierendenwerk-Anteil.
  • StudierendenwerkDas Studierendenwerk ist die Einrichtung, die Mensen, Wohnheime, BAföG-Beratung und soziale Angebote für Studierende organisiert.
  • StudierendenausweisDer Studierendenausweis belegt den Status als eingeschriebene Person und ist Voraussetzung für Vergünstigungen und den Zugang zu Hochschulangeboten.
  • StudienbeitragDer Studienbeitrag ist eine Gebühr für das Studium, die in Deutschland nur in Sonderfällen erhoben wird und von den Ländern geregelt ist.

T

  • TutoriumDas Tutorium ist eine betreute Kleingruppe, in der fortgeschrittene Studierende oder Hilfskräfte den Stoff vertiefen und Fragen klären.
  • Transcript of RecordsDas Transcript of Records ist eine Leistungsübersicht mit allen Modulen, Noten und Punkten, die Hochschulen bei Wechsel oder Auslandsaufenthalt austauschen.

U

  • UniversitätDie Universität ist eine Hochschulart mit breitem Fächerangebot, Forschungsauftrag und in der Regel auch Promotionsrecht.
  • ÜbungDie Übung ist eine begleitende Lehrveranstaltung, in der Aufgaben gerechnet, bearbeitet und besprochen werden.

V

  • VorlesungDie Vorlesung ist eine Lehrveranstaltung, in der Lehrende ein Thema überwiegend vortragen, oft mit wenig Interaktion.
  • VorlesungszeitDie Vorlesungszeit ist der Zeitraum eines Semesters, in dem Lehrveranstaltungen stattfinden, im Unterschied zur vorlesungsfreien Zeit.
  • Vorlesungsfreie ZeitDie vorlesungsfreie Zeit liegt zwischen den Vorlesungsphasen, in der meist Prüfungen stattfinden und Studierende Stoff nacharbeiten.
  • VorlesungsverzeichnisDas Vorlesungsverzeichnis listet alle Lehrveranstaltungen eines Semesters mit Zeiten, Räumen, Lehrenden und Anmeldehinweisen.

W

  • WorkloadDer Workload ist der gesamte Zeitaufwand, den ein Modul oder Semester für Studierende bedeutet, einschließlich Selbststudium.
  • WahlpflichtmodulEin Wahlpflichtmodul muss belegt werden, allerdings kann man aus einer Auswahl von Modulen frei wählen.
  • WintersemesterDas Wintersemester beginnt im Herbst und ist an den meisten Hochschulen das Semester mit den meisten Studienanfängern.

Z

  • ZulassungsbeschränkungEine Zulassungsbeschränkung begrenzt die Zahl der Studienplätze in einem Fach, sodass Bewerbungen über ein festgelegtes Verfahren laufen.